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Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW)

Die Sammlung und Auswertung von Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) stellt ein wichtiges Instrument zur Überwachung der Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln dar. Ein gutes Pharmakovigilanz-System gewährleistet die Entdeckung von unbekannten Nebenwirkungen und erweitert bzw. vertieft das Wissen über bereits bekannte Nebenwirkungen. Die Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen unterstützt die Überwachung der Sicherheit von Tierarzneimitteln nach ihrer Zulassung. Davon profitieren der Tierschutz, der Verbraucherschutz und alle für die Tiergesundheit tätigen Kolleginnen und Kollegen.

Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen erfolgen in erster Linie von pharmazeutischen Unternehmern, weil sie gesetzlich zur Meldung verpflichtet sind, wenn sie von Tierärzten Informationen zu vermuteten Nebenwirkungen erhalten, aber auch direkt von Tierärzten und Tierhaltern.

Zu bekannt gewordenen Arzneimittelrisiken findet ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem BVL und der pharmazeutischen Industrie statt. Über aktuelle Erkenntnisse zur Arzneimittelsicherheit wird zeitnah durch Veröffentlichungen informiert.

Was soll gemeldet werden?

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sollen gemeldet werden, auch wenn ein Zusammenhang mit der Anwendung eines oder mehrerer Präparate nur vermutet wird.
Auch bereits bekannte und in der Gebrauchsinformation beschriebene UAWs sollen mitgeteilt werden, da ihre Kenntnis wesentlich zur qualitativen und quantitativen Nutzen-Risiko-Abschätzung beiträgt, z. B. zur Identifizierung von Risikopatienten oder von Trends in der Resistenzentwicklung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Was geschieht nach der Meldung einer unerwünschten Arzneimittelwirkung?

Durch wissenschaftliche Mitarbeiter werden der Schweregrad und der Zusammenhang zur Arzneimittelanwendung bewertet.

Über die Einzelfallbewertung hinaus findet eine Risikoabschätzung auf der Basis statistischer Analysen statt. Bei einer Häufung wahrscheinlicher und möglicher UAW können Maßnahmen zur Gefahrenabwehr (Risikomanagement) ergriffen werden.

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Wichtiger Hinweis

Grundsätzlich werden UAW-Meldungen anonymisiert behandelt. Name und Adresse der/s behandelnden Tierärztin/-arztes sowie des Tierhalters werden vom BVL eventuell für Rückfragen genutzt, nicht aber an pharmazeutische Unternehmer oder Dritte weitergegeben.

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