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Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln 2002

Nationale Berichterstattung Pflanzenschutzmittel-Rückstände - Ergebnisse aus Deutschland

Dieser Bericht enthält die Ergebnisse von Untersuchungen, die im Jahr 2002 an Lebensmitteln tierischen Ursprungs, frischem und gefrorenem Obst, Gemüse und Getreide durchgeführt wurden, darunter auch die Ergebnisse des auf die Richtlinien 86/362/EWG und 90/642/EWG gestützten koordinierten Kontrollprogramms der Europäischen Gemeinschaft (KÜP) zur Sicherung der Einhaltung der Rückstandshöchstgehalte von Schädlingsbekämpfungsmitteln auf und in Getreide und bestimmten anderen Erzeugnissen pflanzlichen Ursprungs. Die Lebensmittel und Stoffe, die im Rahmen dieses Programms untersucht werden sollten, wurden in der Empfehlung 2002/1/EG der Kommission vom 27. Dezember 2001 bekannt gegeben.

Berücksichtigt wurden alle Daten, die von den Untersuchungsanstalten der amtlichen Lebensmittel- und Veterinärüberwachung der 16 Bundesländer an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bis zum 07.07.2003 übermittelt wurden.

Im Untersuchungsjahr 2002 sind in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt 8738 Proben auf das Vorkommen von Pestizidrückständen geprüft worden (Monitoring-Programm: 1336 Proben und amtliche Lebensmittelüberwachung: 7402 Proben). 3994 (45,7 %) dieser Proben enthielten keine quantifizierbaren Rückstände, in 4110 (47,0 %) traten Rückstände mit Gehalten unterhalb der Höchstmengen auf. 634 (7,3 %) Proben enthielten Rückstände mit Gehalten über den Höchstmengen. In 2869 (32,8 %) Proben wurde mehr als ein Rückstand gefunden. In der Tabelle 1 befinden sich die zugrundeliegenden Daten getrennt nach den einzelnen Richtlinien.

Zu bemerken ist, dass bei Betrachtung der Höchstmengenüberschreitungen nur die numerischen Messwerte ohne Berücksichtigung der analytischen Streubreiten (Messunsicherheiten) herangezogen wurden.

Tabelle 1: Zusammenfassung der Daten getrennt nach Richtlinien
Richtlinie und LebensmittelProben gesamtProben ohne Rückstände (nicht bestimmbar)Proben mit Rückständen bis einschließlich der HöchstmengeProben mit Rückständen über der Höchstmenge
86/362/EWG-Getreide380286
(75,3%)
86
(22,6%)
8
(2,1%)
86/363/EWG-Lebensmittel tierischen Ursprungs1703768
(45,1%)
913
(53,6%)
22
(1,3%)
90/642/EWG-Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst und Gemüse66552940
(44,2%)
3111
(46,7%)
604
(9,1%)



In den Tabellen 2 und 3 werden die Ergebnisse im Hinblick auf das oben angegebene Rückstandsvorkommen getrennt für Lebensmittel inländischer und ausländischer Herkunft ausgewiesen. Dieser Überblick zeigt, dass bei importierten Lebensmitteln die Höchstmengen häufiger als bei in Deutschland produzierten Lebensmitteln überschritten wurden. Das kann mehrere Gründe haben. Einer davon ist sicherlich darin zu sehen, dass ein Teil der importierten Lebensmittel aus Ländern mit anderen klimatischen Bedingungen stammen, in denen aufgrund dessen ein stärkerer Einsatz von Pestiziden zum Pflanzenschutz nötig ist.

Tabelle 2: Inlandsproben
Richtlinie und Lebensmittel Proben gesamt Proben ohne Rückstände (nicht bestimmbar) Proben mit Rückständen bis einschließlich der Höchstmenge Proben mit Rückständen über der Höchstmenge
Gesamt46642473
(53,0%)
2003
(42,9%)
188
(4,0%)
86/362/EWG-Getreide329251
(76,3%)
71
(21,6%)
7
(2,1%)
86/363/EWG-Lebensmittel tierischen Ursprungs1326604
(45,6%)
704
(53,1%)
18
(1,3%)
90/642/EWG-Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst und Gemüse30091618
(53,8%)
1228
(40,8%)
163
(5,4%)
Tabelle 3: Auslandsproben und Proben unbekannter Herkunft
Richtlinie und Lebensmittel Proben gesamt Proben ohne Rückstände (nicht bestimmbar) Proben mit Rückständen bis einschließlich der Höchstmenge Proben mit Rückständen über der Höchstmenge
Gesamt40741521
(37,3%)
2107
(51,7%)
446
(10,9%)
86/362/EWG-Getreide5135
(68,6%)
15
(29,4%)
1
(2,0%)
86/363/EWG-Lebensmittel tierischen Ursprungs377164
(43,5%)
209
(55,4%)
4
(1,1%)
90/642/EWG-Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst und Gemüse36461322
(36,3%)
1883
(51,6%)
441
(12,1%)



Die Lebensmittelproben wurden insgesamt auf ein Spektrum von 411 unterschiedlichen Pestiziden untersucht. Bei 213 (51,8%) Stoffen wurden keine quantifizierbare Gehalte gefunden. 198 (48,2%) dieser Stoffe wurden in mindestens einer Probe quantifiziert. Bei 127 (30,9%) Stoffen traten Gehalte oberhalb der Höchstmengen auf. In der Tabelle 4 befinden sich diese Angaben getrennt nach den einzelnen Richtlinien.

Tabelle 4: Übersicht über die Wirkstoffe
Richtlinie und LebensmittelAnzahl der untersuchten WirkstoffeAnzahl der Wirkstoffe ohne quantifizierbare GehalteAnzahl der Wirkstoffe mit quantifizierbaren GehaltenAnzahl der Wirkstoffe mit Gehalten über der Höchstmenge
86/362/EWG-Getreide378357
(94,4%)
21
(5,6%)
5
(1,3%)
86/363/EWG-Lebensmittel tierischen Ursprungs261244
(93,5%)
17
(6,5%)
8
(3,1%)
90/642/EWG-Erzeugnisse pflanzlichen Ursprungs, einschließlich Obst und Gemüse400218
(54,5%)
182
(45,5%)
120
(30,0%)


Die Auswertungen der Daten für diesen Bericht wurden nach den Vorgaben des „Guidance for Reporting the Results of the 2002 National and Community Monitoring Programmes to the European Commission“ vom Januar 2003 durchgeführt und bestehen aus den folgenden Tabellen.

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