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Mittel zur Schädlingsbekämpfung

Infektionsschutz durch Schädlingsbekämpfungsmittel

Ziel des Infektionsschutzes in Deutschland ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Verbreitung zu verhindern. Das BVL ist zusammen mit dem Robert-Koch-Institut die zuständige Vollzugsbehörde für die Listung der Mittel bei behördlich angeordneten Entseuchungen, Entwesungen und Bekämpfungen von Wirbeltieren, die Krankheitserreger übertragen können und befasst sich mit den praktischen Problemen der Infektionsprävention. Die Anordnung der Bekämpfung gemäß §18 Infektionsschutzgesetz fällt in die Zuständigkeit der Landesbehörden.

Informationen zur Listung von Infektionsschutzmitteln finden Sie auf den gesonderten Seiten für Antragsteller.

Zulassung von Schädlingsbekämpfungsmitteln

Schädlingsbekämpfungsmittel werden aufgrund ihres Einsatzes als Pflanzenschutzmittel, als Arzneimittel bzw. Medizinprodukt, als Biozidprodukt, als Mittel gemäß dem Infektionsschutzgesetz oder als Mittel gemäß dem Tierseuchengesetz zugelassen bzw. anerkannt. Zulassungsstelle für Arzneimittel ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, für Medizinprodukte die einzelnen Bundesländer, in denen diese Produkte hergestellt werden, für Biozidprodukte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist die Anerkennungsstelle für Schädlingsbekämpfungsmittel, die bei behördlich angeordneten Maßnahmen gemäß §18 Infektionsschutzgesetz angeordnet werden. Diese Mittel werden vom BVL in den amtlichen Bekanntmachungen gelistet und ständig aktualisiert und nur diese Mittel dürfen eingesetzt werden. Diese Listen gelten auch für Mittel, die gemäß § 17f Tierseuchengesetz bei tierseuchenrechtlich vorgeschriebenen Entwesungen verwendet werden dürfen. Die Prüfung von Schädlingsbekämpfungsmitteln und Verfahren gemäß §18 IfSG umfasst die Prüfung auf Wirksamkeit gegen Übertragungen von Krankheitserregern nach dem Tilgungsprinzip und die Prüfung auf Verträglichkeit bei sachgerechter Ausbringung mit der Gesundheit und Umwelt.

Für die Veröffentlichung der Bekanntmachung der gelisteten Mittel und Verfahren ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit verantwortlich. Sie erfolgt im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt, das die Wirksamkeit der Mittel im Sinne einer Tilgung sowie die Auswirkungen auf die Umwelt prüft, im Einvernehmen mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung, das die Auswirkungen der Mittel auf die menschliche Gesundheit prüft und, soweit es sich um Arzneimittel handelt, im Einvernehmen mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Anträge zur Prüfung eines Mittels und zur Aufnahme in die Liste werden nur vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit entgegengenommen. Die Erteilung der Aufnahme in die Liste wird ebenfalls nur vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ausgesprochen.

Weitere Informationen für Antragsteller finden Sie auf den gesonderten Seiten für Antragsteller.

Ein Biozid-Produkt, das den Zulassungsanforderungen des §12 b Absatz 1 Chemikaliengesetz (ChemG) nicht entspricht oder für dessen Zulassung die erforderlichen Unterlagen nicht vollständig vorliegen, kann zur Bekämpfung einer unvorhersehbaren Gefahr, die mit anderen Mitteln nicht eingedämmt werden, zugelassen werden. Die Zulassung gilt für maximal 120 Tage und kann danach neu erteilt werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist nach § 12j Absatz 3 ChemG die Zulassungsstelle für Biozide,

  • die nach §18 Infektionsschutzgesetz verwendet werden bei Entwesungsmaßnahmen und bei Maßnahmen zur Bekämpfung von Wirbeltieren, die Krankheitserreger verbreiten können
  • die nach § 17f des Tierseuchengesetzes bei tierseuchenrechtlich vorgeschriebenen Desinfektionen und Entwesungen verwendet werden dürfen.

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