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Überblick über lebensmittelbedingte Infektionen und Intoxikationen

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen lebensmittelbedingte Infektionen und Intoxikationen zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen. Durch einen sorgfältigen und sachgerechten Umgang mit Lebensmitteln können Hersteller, Verarbeiter und die Gastronomie ebenso wie die Verbraucher das Risiko einer lebensmittelbedingten Infektion oder Intoxikation minimieren.

Bei Verdacht auf eine lebensmittelbedingte Infektion oder Intoxikation sollte unverzüglich Rat bei einem Arzt oder einer Giftnotrufzentrale eingeholt werden.

Wodurch kann es zu lebensmittelbedingten Infektionen und Intoxikationen kommen?

Die meisten lebensmittelbedingten Infektionen entstehen beim Verzehr von Lebensmitteln tierischer Herkunft, also Fleisch, Wurst, Eiern oder Milchprodukten, die mit Erregern kontaminiert sind. Die Kontamination kann auf allen Stufen der Lebensmittelkette von der Erzeugung bis zum Verzehr erfolgen. Häufig werden die Erreger aber auch von kontaminierten Lebensmitteln (z. B. rohes Fleisch) durch unsachgemäßen Umgang bei der Zubereitung von Speisen auf andere Lebensmittel (z. B. Salat) übertragen. Häufige Erreger von lebensmittelbedingten Infektionen sind Salmonellen und Campylobacter-Bakterien. Hierzu finden Sie weitere Informationen auf den folgenden Seiten.

Lebensmittelbedingte Intoxikationen können durch Toxine ausgelöst werden, die von den Bakterien bereits im Lebensmittel produziert werden und mit der Nahung aufgenommen werden. Häufig werden lebensmittelbedingte Intoxikationen durch das Bakterium Staphylokokkus aureus ausgelöst. Hierzu finden Sie weitere Informationen auf den folgenden Seiten.

Generelle Regeln zur Vermeidung einer lebensmittelbedingten Infektion oder Intoxikation:

  • Achten Sie auf Mindesthaltbarkeitsdatum, Verbrauchsfristen und Lagerungsbedingungen. Diese Angaben finden Sie auf der Verpackung.
  • Kaufen Sie leicht verderbliche Lebensmittel zuletzt oder verwenden Sie beim Einkauf eine Kühltasche. Kaufen Sie nur Mengen, die Sie in kurzer Zeit verbrauchen können. Mit zunehmender Füllung steigt die Temperatur im Kühlschrank an.
  • Die Flüssigkeit, die beim Auftauen von gefrorenem Fleisch entsteht, kann Krankheitskeime enthalten. Verwenden Sie diese Flüssigkeit nicht weiter und bringen Sie sie nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln. Materialen, die mit rohem Fleisch in Kontakt gekommen sind, sollten gründlich gereinigt werden.
  • Lagern Sie rohe und bereits gegarte Lebensmittel getrennt.
  • Vermeiden Sie Kreuzkontaminationen, indem Sie erst Gerichte mit einem geringen Keimrisiko zubereiten (z. B. Gemüse) und danach Gerichte mit Fleisch
  • Verwenden Sie beim Grillen getrennte Zangen für rohes und gegartes Fleisch.
  • Die zubereiteten Speisen sollten verbraucht und nicht über längere Zeit warm gehalten werden.
  • Waschen Sie sich die Hände, wenn Sie Lebensmittel, die Krankheitskeime enthalten könnten zubereitet haben. Auch Arbeitsflächen und Geräte sollten Sie nach jedem Arbeitsgang gründlich reinigen.
  • Bleiben Reste von zubereiteten Speisen, sollten Sie sie bis zum späteren Verzehr kühl lagern. Häufig werden Reste nur aufgewärmt. Um die Aufnahme von Krankheitskeimen zu vermeiden, sollten auch Reste gründlich erhitzt werden.
  • Kochen Sie Rohmilch vor dem Verzehr ab.
  • Rohmilchprodukte, Rohwurst und rohes Fleisch sollten nicht von empfindlichen Verbrauchergruppen wie Kleinkindern, Schwangeren oder alten Menschen verzehrt werden.

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