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Frühwarnsystem „ISAR“: BVL startet Kooperation mit Bayerischem LGL und LMU München

Betrugsanreize und Gesundheitsgefahren frühzeitig zu erkennen - das ist das Ziel des Frühwarnsystems ISAR (Import Screening for the Anticipation of Food Risks). Das Verfahren wurde vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Zusammenarbeit mit Statistikern der Ludwigs-Maximilians-Universität (LMU) München entwickelt. Nun startet das BVL eine dreijährige Kooperation mit LGL und LMU, um das Frühwarnsystem und die zugehörige Softwarelösung weiterzuentwickeln.

Das Prinzip: ISAR wertet Daten der Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamts systematisch aus. Erfasst werden Importmengen und Preise von Tausenden verschiedener Lebensmittelprodukte in Abhängigkeit vom jeweiligen Herkunftsland. Steigen beispielsweise infolge von Ernteausfällen die Preise, gibt ISAR eine Warnung aus. Dies kann den Behörden einen ersten Hinweis auf betrügerisches Potential geben. Wenn teure Rohwaren mit günstigeren Alternativen verfälscht werden, ohne diese zu deklarieren, kann das auch eine Gesundheitsgefahr für Verbraucher bedeuten. Als 2015 die Haselnusspreise stark anstiegen, wurden in einigen Fällen günstigere Erdnüsse beigemischt - eine Gefahr für Allergiker. Künftig soll ISAR die Behörden dabei unterstützen, solche Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Ausgabejahr
2018
Erscheinungsdatum
02.03.2018

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