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Bekleidung

In einem Kleidungsstück steckt viel mehr als nur die Faser allein: Rund 9.000 Tonnen Farbe und 75.000 Tonnen chemische Hilfsmittel setzt die Textilindustrie pro Jahr in Deutschland ein, um unsere Anziehsachen schöner und funktioneller zu machen. Oft sind es so genannte „Vernetzer“, die Kleidung „bügelleicht“ oder „knitterarm“ machen sollen, von denen bis zu acht Prozent des Gewichts des Kleidungsstücks im Endprodukt erhalten bleiben können. Weitere Zusätze dienen z.B. dazu, die Kleidung weich oder schwer entflammbar zu machen. Ein zunehmendes Problem ist der Einsatz von Chemikalien bereits bei der Herstellung der Rohstoffe oder beim Transport und Lagerung der Kleidung. Sie gelangen als Pflanzenschutzmittel, die auf den Baumwollfeldern eingesetzt werden, in die Kleidung. Andere werden zum Schutz vor Schimmel oder Pilzen beim Transport oder sonstiger Lagerung zugegeben.

Von einem großen Teil der Textilhilfsstoffe, die während des Verarbeitungsprozesses eingesetzt werden, bleibt allerdings in dem Verkaufsprodukt praktisch nichts übrig, wie etwa von Spinn- und Webhilfsmitteln, Reinigungsmitteln oder Bleichmitteln. Tierhaarallergiker sollten vor dem Kauf von Textilien aus Tierhaar (beispielsweise Mohair, Angora, Kaschmir) das Etikett prüfen, auf dem die verwendeten Rohstoffe gekennzeichnet sein müssen.

Falls gesundheitliche Probleme auftreten, gehen sie jedoch meist von den Faserzusätze oder chemischen Hilfsmittel aus, die im Kleidungsstück verbleiben und nicht von den Fasern selbst. So sind Farbstoffe die häufigsten Auslöser von textilbedingten Kontaktallergien. Auch Verschlüsse oder Knöpfe können Allergien hervorrufen, nach wie vor ist Nickel der häufigste Auslöser. Körperwärme und Schweiß können kritischen Substanzen aus den Kleidungstücken herauslösen und Unverträglichkeitsreaktionen beschleunigen.

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