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Der Fachbeirat "Nachhaltiger Pflanzenbau" des BVL

Eine Kernforderung der Agenda 21 der Umweltkonferenz der Vereinten Nationen 1992 ist die nachhaltige Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität sowie Steigerung der Diversifizierung, der Effizienz, der Ernährungssicherung und der ländlichen Einkommen unter möglichst weitgehender Verringerung der Gefahren für die Ökosysteme.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit erlaubt, dass Ressourcen bewirtschaftet werden dürfen. Ressourcen sind aber nicht nur Energieträger und Rohstoffe, sondern auch Umweltgüter wie Wasser, Luft und der Naturhaushalt. Nachhaltigkeit erfordert folglich einen effizienten Umgang mit Ressourcen. Damit diese Güter nicht überbeansprucht werden, wird daher bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln dem Schutz des Naturhaushaltes und des Grundwassers besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Oftmals wird nicht bedacht, dass auch die Pflanzenschutzmittel selbst Ressourcen sind. Die Wirkstoffe bzw. die Wirkungsmechanismen sind ebenfalls nicht beliebig erneuerbar. Ein nachhaltiger Umgang mit Pflanzenschutzmitteln erfordert deshalb gezielte und sachgerechte Anwendungen, um nicht nur einen kurzzeitigen Nutzen mit diesen Produktionsfaktoren zu erzielen. So kann ein stark ausgedehnter Einsatz eines Wirkstoffes einen Wirksamkeitsverlust aufgrund einer durch Selektionsdruck erworbenen Resistenz der Schaderreger zur Folge haben. Aus diesem Grund ist Resistenzmanagement ebenfalls ein Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Pflanzenschutzmitteln.

Seit seiner Gründung im Jahr 2004 berät der Fachbeirat "Nachhaltiger Pflanzenbau" das BVL zu diesem Thema, das mit der EU-Rahmenrichtlinie für den nachhaltigen Einsatz von Pestiziden eine noch größere Bedeutung erlangt hat.

Die Mitglieder des Fachbeirates kommen aus Länder- und Bundesbehörden sowie anderen Forschungseinrichtungen. Der Fachbeirat trifft sich in der Regel zweimal pro Jahr.

Mitglieder

  • Dr. Gert Berger, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung e. V. (ZALF), Müncheberg
  • Dr. Martin Hommes, Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Braunschweig
  • Dr. Stephan Goltermann, Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg Vorpommern, Rostock
  • Dr. Anton Dissemond, Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bonn
  • Dr. Carolin von Kröcher, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Pflanzenschutzamt, Hannover
  • Prof. Dr. Roland Kubiak, RLP AgroScience GmbH, Institut für Agrarökologie, Neustadt/Weinstraße
  • Dr. Andreas Maier, Regierungspräsidium Karlsruhe, Pflanzenproduktion, Karlsruhe
  • Dr. Daniel Neuhoff, Institut für Organischen Landbau, Universität Bonn
  • Dirk. Rautmann, Julius Kühn-Institut, Institut für Anwendungstechnik im Pflanzenschutz, Braunschweig
  • Dr. Horst-Henning Steinmann, Forschungs- und Studienzentrum Landwirtschaft und Umwelt, Universität Göttingen
  • Dr. Arnd Verschwele, Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland, Braunschweig,
  • Dr. Jens Zimmer, Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung, Frankfurt (Oder)

Ansprechpartner

Dr. Rolf Forster
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Abteilung 2, Pflanzenschutzmittel
Messeweg 11/12
38104 Braunschweig
Telefon: 0531 299-3610
E-Mail: rolf.forster@bvl.bund.de

Ergebnisse der Sitzungen

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