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Beistoffe und Formulierungschemie

Pflanzenschutzmittel enthalten neben den eigentlichen Wirkstoffen auch Beistoffe (Formulierungshilfsstoffe), die dem Produkt die für die Anwendung nötigen Eigenschaften verleihen. Sie sorgen etwa dafür, dass Pflanzenschutzmittel leicht zu handhaben, gut auszubringen und lagerstabil sind. Sie können die Sicherheit für Anwender beim Ansetzen der Spritzflüssigkeit erhöhen und ermöglichen eine gute Verteilung der Wirkstoffe in der Spritzflüssigkeit und über die Pflanzen. Beistoffe können aus mehreren Bestandteilen (Beistoffsubstanzen) bestehen.

Die Zusammensetzung eines Pflanzenschutzmittels aus Wirkstoffen und Beistoffen nennt man „Formulierung". Aufgabe der Formulierungschemie ist es, die optimale Zusammensetzung für das Pflanzenschutzmittel zu finden. Dabei gibt es verschiedene Formulierungstypen, z. B. wasserdispergierbare Granulate oder Emulsionskonzentrate. Eine Liste der Formulierungstypen finden Sie im FAO/WHO Manual on Pesticide Specifications. Die chemischen, physikalischen und technischen Eigenschaften von Pflanzenschutzmitteln dürfen sich über mindestens zwei Jahre nicht signifikant verschlechtern. Um dies zu überprüfen, gibt es allgemeine und spezielle FAO/WHO-Spezifikationen. Die Formulierung wird auch nach der Zulassung eines Pflanzenschutzmittels immer weiter optimiert.

Im Zulassungsverfahren werden chemische, physikalische und technische Eigenschaften nach den Vorgaben der Verordnung (EU) 284/2013 bewertet. Neben den EU-Vorgaben gibt es für Pflanzenschutzmittel allgemeine und spezielle FAO-Spezifikationen.

Um entsprechende Daten zu erheben, müssen geeignete Testmethoden zur Verfügung stehen. Diese werden für Formulierungen unter anderem vom "Deutschsprachigen Arbeitskreis für Pflanzenschutzmittel-Formulierungen" (DAPF) entwickelt und - soweit notwendig - in Ringversuchen validiert. Dabei wird überprüft, ob die Methoden in verschiedenen Laboren zu vergleichbaren Ergebnissen führen. Der DAPF bereitet auch die Veröffentlichung durch internationale Organisationen vor, vor allem für den Collaborative International Pesticides Analytical Council (CIPAC).

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