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Labor für Formulierungschemie

Das BVL unterhält am Standort Braunschweig ein gut ausgestattetes Labor für Formulierungschemie, in dem Pflanzenschutzmittel auf ihre Zusammensetzung und ihre physikalischen, chemischen und technischen Eigenschaften untersucht werden. Seit 2013 ist das Labor für Formulierungschemie nach der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditiert, wobei die Akkreditierung nur für den in der Urkundenanlage (Registriernummer D-PL-17682-01-00) aufgeführten Akkreditierungsumfang gilt.

Das Labor ist in verschiedenen Arbeitsbereichen tätig:

  • Es werden Pflanzenschutzmittel-Proben analysiert, die die Pflanzenschutzdienste der Länder im Rahmen der Verkehrskontrolle nehmen. Hierbei wird überprüft, ob die im Handel befindliche Ware verkehrsfähig ist, d.h. den im Zulassungsverfahren bzw. im Genehmigungsverfahren für parallel gehandelte Pflanzenschutzmittel festgelegten Anforderungen entspricht. Die Herangehensweise bei der Beurteilung der Identität von Pflanzenschutzmitteln aus der Marktkontrolle ist im Journal für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit veröffentlicht („Bewertung von Untersuchungen an Pflanzenschutzmitteln aus der Marktkontrolle“, siehe rechte Spalte).
  • Im Zulassungsverfahren fordert das BVL Proben vom Antragsteller an, um die Einhaltung der festgelegten Spezifikationen zu überprüfen.
  • Im Genehmigungsverfahren für den Parallelhandel wird überprüft, ob das parallel gehandelte Pflanzenschutzmittel mit dem in Deutschland zugelassenen Referenzmittel übereinstimmt.
  • Im Auftrag von Gerichten werden Gutachten zur Zusammensetzung, Identität und Verkehrsfähigkeit von Pflanzenschutzmitteln erstellt.
  • Das Labor beteiligt sich an internationalen Programmen zur Neu- und Weiterentwicklung von Testverfahren und Analysemethoden.

Das Labor für Formulierungschemie des BVL ist aufgrund der Akkreditierung und seiner gesetzlichen Aufgaben zur Unparteilichkeit verpflichtet und kann deshalb keine Untersuchungsaufträge von privaten Auftraggebern annehmen.

Zur Untersuchung der physikalischen, chemischen und technischen Eigenschaften von Pflanzenschutzmitteln stehen dem Labor zahlreiche vom CIPAC (Collaborative International Pesticides Analytical Council) veröffentlichte Untersuchungsmethoden zur Verfügung. Es kommen aber auch Methoden der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) zum Einsatz.

Auf Grundlage von fünf analytischen Messprinzipien (GC/FID, HPLC/UV, GC/MS, Headspace/GCMS, LC/MS) hat das Labor Basismethoden entwickelt, die in Form von analytspezifischen Anhängen ergänzt und validiert wurden. Dadurch stehen dem Labor analytische Methoden für die Bestimmung der Gehalte von mehr als 120 Wirkstoffen, Beistoffen, Verunreinigungen sowie Fremdsubstanzen zur Verfügung.

Ein im Labor entwickeltes Verfahren zur Screening-Analytik mittels GC/MS ermöglicht die Untersuchung und Identifizierung von unbekannten Inhaltsstoffen in Pflanzenschutzmitteln.

Die bestehenden Analysemethoden und Untersuchungsverfahren werden stetig weiterentwickelt und um neue Verfahren ergänzt. Dieses erfolgt unter anderem auf Basis von nationalen und internationalen Ringversuchen, an denen auch das Labor beteiligt ist. Durchgeführt werden diese Ringversuche vor allem im Rahmen der Arbeiten des DAPA (Deutschsprachiger Arbeitskreis für Pflanzenschutzmittel-Analytik), des DAPF (Deutschsprachiger Arbeitskreis für Pflanzenschutzmittel-Formulierungen) sowie des CIPAC (Collaborative International Pesticides Analytical Council).

Die Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen werden in Jahresberichten zusammengefasst und veröffentlicht (siehe rechte Spalte).

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