Navigation und Service

Haus- und Wildtiervergiftungen

Zulassung von Pflanzenschutzmitteln

Vor der Zulassung eines Pflanzenschutzmittels werden umfangreiche Studien und Bewertungen durchgeführt. Dabei wird unter anderem auch geprüft, ob ein Risiko für Haus- und Wildtiere besteht. Diese Untersuchungen bilden die Basis für die Entscheidung, ob eine Zulassung erteilt wird und welche Auflagen und Anwendungsbestimmungen festgesetzt werden, um einen sicheren Einsatz zu gewährleisten. Nach der Zulassung erfolgt ein Monitoring zu Wirbeltiervergiftungen, um bei unerwarteten Auswirkungen von Pflanzenschutzmittelanwendungen schnell reagieren zu können.

Rechtslage

Die Überwachung im Rahmen von Pflanzenschutzmaßnahmen obliegt nach dem Pflanzenschutzgesetz den zuständigen Behörden der Bundesländer. In ihren Aufgabenbereich fällt auch die Bearbeitung von Vergiftungsfällen durch Pflanzenschutzmittel bei Wild- oder Haustieren. Seitens des Bundes wirkt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) an der Überwachung von Pflanzenschutzmitteln mit.

Ziele

Mit der Überwachung sollen unerwartete Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln aufgedeckt und mögliche Konfliktfelder erkannt werden. Weiterhin wird überprüft, ob die Auflagen und Anwendungsbestimmungen zur Risikominderung ihren Zweck erfüllen. Das BVL möchte auch zur umfassenden Aufklärung von Vergiftungsfällen beitragen und stellt dazu bei Bedarf Informationen zu Wirkstoffen, Toxizität, Symptomatik oder Nachweisverfahren zur Verfügung.

Monitoring von Wirbeltiervergiftungen

Das BVL ist bestrebt, alle bestätigten Vergiftungsfälle durch Pflanzenschutzmittel zu sammeln und auszuwerten. Dabei liegt der Schwerpunkt des Interesses auf Vergiftungsfällen, die durch eine sachgerechte Anwendung eines Mittels verursacht wurden. In diesen Fällen kann das BVL handeln, indem Auflagen oder Anwendungsbestimmungen modifiziert werden oder die Zulassung geändert wird. Oftmals werden Tiere allerdings Opfer vorsätzlicher Vergiftungen - leider auch mit Pflanzenschutzmitteln.

Bei seinen Monitoringaufgaben ist das BVL auf die Unterstützung der ermittelnden Länderbehörden sowie auf Meldungen von Einzelpersonen angewiesen. Deshalb veröffentlicht das BVL die Broschüre „Wirbeltiervergiftungen durch Pflanzenschutzmittel“, um den Betroffenen vor Ort eine erste Hilfestellung zu bieten, um die Bereitschaft zur Berichterstattung zu fördern und um die Aufklärung von Vergiftungsfällen zu unterstützen. In regelmäßigen Zeitabständen berichtet das BVL über Vergiftungsfälle.

Mit zwei Klicks zu mehr Sicherheit. Erst nach Aktivierung des Schiebereglers wird das Element aktiviert. Datenschutzrechtlicher Hinweis: Durch Betätigen dieses externen Links verlassen Sie die Webseiten des BVL. Auf den Inhalt der nachfolgenden Website haben wir keinen Einfluss, insb. nicht auf den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung, die Sie hier finden können.


© 2018 Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit