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Rückstände

Die aktuell geltenden Datenanforderungen sind in der Verordnung (EU) Nr. 283/2013 für Wirkstoffe und - im Falle des Rückstandsverhaltens - für Pflanzenschutzmittel beschrieben. Die zugehörigen Prüfmethoden und Leitliniendokumente ergeben sich aus der Mitteilung 2013/C 95/01 der Kommission. Im Internetangebot der Europäischen Kommission sind auch die in der Vergangenheit verwendeten und für eine Übergangszeit noch gültigen Leitlinien aufgeführt. Von diesen Dokumenten werden in der genannten Mitteilung aber nur noch zwei erwähnt:

  • EU guidance document "Guidelines on comparability, extrapolation, group tolerances and data requirements for setting MRLs" (SANCO 7525/VI/95 rev. 9, March 2011).
  • EU guidance document "Calculation of Maximum Residue Levels and Safety Intervals e.g. Pre-harvest Intervals" (SANCO 7039/VI/95, 22/7/1997

Weitere Leitlinien wurden nach Veröffentlichung der o. g. Mitteilung verabschiedet:

  • EU "Working document on the nature of pesticide residues in fish" (SANCO/11187/2013, 31 January 2013 rev. 3)
  • Technical guidelines for determining the magnitude of pesticide residues in honey and setting Maximum Residue Levels in honey (SANTE/11956/2016 rev. 9), die am 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Es fehlt noch ein Dokument zur Höhe der Rückstände in Fisch, dass sich derzeit in Diskussion mit den Mitgliedstaaten befindet.

Vorhersage der Aufnahmemengen von Rückständen und Risikoabschätzung

Die Modelle zur Risikoabschätzung der durch Pflanzenschutzmittel möglicherweise erzeugten Gefahren für den Verbraucher werden international erarbeitet und diskutiert. Hierzu liegen Richtlinien der WHO (Dokument WHO/FSF/FOS/97.7) vor, die 1999 auch in deutscher Übersetzung als "Richtlinien zur Vorhersage der Aufnahme von Schädlingsbekämpfungsmittelrückständen über die Nahrung (überarbeitete Fassung)" vom Bundesministerium für Gesundheit herausgegeben wurden. Weiterhin werden die Stellungnahmen des "Wissenschaftlichen Ausschusses für Pflanzen" der EG berücksichtigt, insbesondere seine Gutachten und Empfehlungen zum Schutz der Verbraucher von pflanzlichen Erzeugnissen, die mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt wurden (SCP/RESI/021; SCP/RESI/024).

Alle Verzehrsdaten, die die Mitgliedstaaten der EU erhoben haben, sind in ein Berechnungsmodell der EFSA eingeflossen, das sogenannte PRIMo (Pesticide Residue Intake Model). Dieses liegt derzeit in der Revision 2 vor und wird von der EFSA bei Bedarf angepasst. Grundlage des Modells sind die oben genannten Richtlinien der WHO.

Zur weiteren Entwicklung der WHO-Richtlinien sei insbesondere auf die Veröffentlichungen des "Joint Meeting on Pesticide Residues" (JMPR) verwiesen.

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