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Antibiotikaresistenz

Resistenzen gegen Antibiotika zählen zu den unerwünschten Arzneimittelwirkungen, die sich vor allem durch die mangelnde therapeutische Wirksamkeit von Antibiotika bemerkbar machen. Ein Abwehrmechanismus, den ein Bakterium neu bilden oder von anderen Bakterien übernehmen kann, macht sie resistent gegen Antibiotika. Ein zu sorgloser Einsatz von Antibiotika in der Vergangenheit hat dazu geführt, dass derzeit manche Antibiotika weniger zuverlässig wirken. Antibiotika werden oftmals zu schnell, generell zu häufig und in zu geringer Dosierung eingesetzt oder die Antibiotika Behandlung wird zu früh abgebrochen.

Erreger menschlicher Krankheiten übernehmen Resistenzen

Solche Behandlungsfehler in der Humanmedizin, aber auch in der Tiermedizin, tragen zum Entstehen resistenter Bakterien bei. Eine Antibiotikaresistenz kann durch den Verzehr von tierischen Lebensmitteln auch auf bakterielle Erreger im menschlichen Körper übertragen werden, ebenso wie resistente Keime von Tierhaltern und Betreuungspersonal auf Tiere übertragen werden können.

Resistenzen frühzeitig erkennen – Vorausschauende Maßnahmen entwickeln

Zu den Aufgaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gehört es, frühzeitig die Entstehung von Resistenzen zu erkennen und vorsorglich entsprechende Maßnahmen zu entwickeln, die die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen eindämmen. Das Ziel ist, eine aktuelle verlässliche Datenbasis zum Risikomanagement aufzubauen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse lassen sich dann zukunftsfähige Maßnahmen zum Schutz des Verbrauchers und der Tiere entwickeln.

Das BVL unterstützt die Erstellung und Aktualisierung von Leitlinien für den sorgfältigen Umgang mit antimikrobiell wirksamen Tierarzneimitteln. Leitlinien helfen dem tierärztlichen Personal bei der Auswahl und Dosierung von Antibiotika und reduzieren die Entstehung von Resistenzen.

Um mögliche Zusammenhänge zwischen dem Einsatz von Antibiotika und den Entwicklungstendenzen von Resistenzen zu erkennen ist es erforderlich, die angewendete Menge Antibiotika in Korrelation zu setzen mit den auftretenden Resistenzen bei bestimmten Bakterien. Das „Tierarzneimittelregister zur Erfassung von Abgabemengen von Antibiotika in Deutschland“ (TAR) soll die Meldung und Auswertung dieser Daten ermöglichen. 

Das nationale Resistenzmonitoring

Die vom BVL ermittelten Daten zur Empfindlichkeit von Bakterien, die Krankheiten bei Tieren auslösen können, sind auch für den praktizierenden Tierarzt von Bedeutung. Bei einer schnell einzuleitenden Therapie kann der Tierarzt bei der Auswahl eines geeigneten Antibiotikums die Ergebnisse des BVL als Entscheidungshilfe verwerten. Ein weiterer Schwerpunkt des BVL ist die Aus- und Weiterbildung von Studenten der Veterinärmedizin und Tierärzten zu Fragen der Antibiotikaresistenz und deren Bestimmung. Das BVL will damit einen bewussten Einsatz von Antibiotika fördern und in Zukunft das Risiko der Resistenzentwicklung und –ausbreitung minimieren.

Alle diese Maßnahmen sind Bestandteil der Überwachung und Vermeidung von Antibiotikaresistenzen wie sie vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie entwickelt wurden und kontinuierlich überprüft werden.

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