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Haustiere vor Zecken schützen

Der Frühling steht vor der Tür. Bei den steigenden Temperaturen sollte man bei sich und seinen Haustieren wieder mehr auf den Schutz vor Zecken achten.
Das BVL weist aus diesem Anlass darauf hin, dass Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Permethrin bei Katzen nicht angewendet werden dürfen. Die bei Hunden gut verträgliche Konzentration ist für Katzen lebensgefährlich, da sie den Stoff wegen eines Enzymmangels nicht abbauen können.

In der Gebrauchsinformation permethrinhaltiger Floh- und Zeckenmittel wird auf die Unverträglichkeit des Arzneimittels für Katzen hingewiesen. Zudem tragen die Präparate meist ein Symbol auf der Verpackung, das darauf hinweist, dass das Mittel nicht bei der Katze angewendet werden darf.

Zecken gehören zur Klasse der Spinnentiere. In Europa ist die Schildzecke, auch Gemeiner Holzbock genannt, die häufigste Zeckenart. Sie bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit und relative Wärme und halten sich vornehmlich im Gestrüpp, in hohen Gräsern und im Unterholz auf.
Zecken übertragen aufgrund ihrer Lebensweise häufig Krankheitserreger zwischen den Wirten. Da regelmäßig auch Menschen durch Erkrankungen betroffen sind, ist ein Zeckenbiss eine Verletzung, mit der keineswegs leichtfertig umgegangen werden sollte. Haustiere können an ihrem Körper Zecken in die Wohnung transportieren, so dass der Schutz vor Zecken bei Haustieren auch indirekt der Vermeidung von Zeckenbissen beim Menschen dient.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist beim Menschen die bedeutendste durch Zecken übertragene Viruserkrankung Europas. Sie wird verursacht durch Viren, die beim Stich durch infizierte Zecken übertragen werden und das Gehirn befallen können.
Die meisten FSME-Erkrankungen ereignen sich zwischen Mai bis September. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 250 Personen an FSME, rund 30 Prozent davon schwer.

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit ist eine Infektionskrankheit, die bei Menschen, Säugetieren und Vögeln vorkommen kann.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Infektions-Risiko der Borreliose und auch der FSME mit der Dauer der Blutmahlzeit der Zecke am Wirt steigt.
Hat eine Zecke zugestochen und sich festgesaugt, entfernt man sie am besten mit einer Zeckenzange.

Am besten ist es, Zeckenbisse - und somit die Übertragung von Krankheiten durch Zecken - durch Vorsichtsmaßnahmen, wie zum Beispiel Tragen geeigneter Kleidung, Verwendung von abwehrenden Mitteln ("Repellentien") und Meiden von Unterholz und hohem Gras zu vermeiden. Für Tiere stehen verschiedene Tierarzneimittel mit lang anhaltender Wirkung zur Abwehr von Zecken zur Verfügung.

Wie Sie Ihr Tier am Besten schützen, erfahren Sie von Ihrem Tierarzt.

Ausgabejahr
2011
Erscheinungsdatum
29.04.2011

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