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Tierarzneimittel verantwortungsvoll einsetzen

Kexxtone® in der Diskussion

Am 28. Januar 2013 wurde durch die Europäische Kommission das Tierarzneimittel Kexxtone® für alle Mitgliedstaaten zugelassen. In den zur Zulassung vorgelegten Unterlagen und Studien wurden die Kriterien zur Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Arzneimittels geprüft und das Nutzen-Risiko-Verhältnis durch den wissenschaftlichen Ausschuss für Tierarzneimittel (CVMP) positiv beurteilt.

Da Monensin, der arzneilich wirksame Stoff in Kexxtone®, bis 2006 als Futterzusatzstoff zugelassen war, wird nach zahlreichen, fachlich oft nicht zutreffenden Berichterstattungen in den Medien und innerhalb der Tierärzteschaft heftig diskutiert.

Bei durchschnittlich 5 % aller Kühe entwickelt sich nach der Geburt und zu Beginn der Laktation die Stoffwechselkrankheit Ketose. Kexxtone® wurde zugelassen zur Behandlung von Milchkühen und Färsen in der peripartalen Phase, bei denen davon auszugehen ist, dass sie eine Ketose entwickeln werden.


Zur Vorbeugung gegen Ketose ist Kexxtone® das einzige zugelassene Arzneimittel. Der Einsatz ist lediglich bei Einzeltieren, die aufgrund klinischer Parameter und ihrer Vorgeschichte ein erhöhtes Risiko für diese Krankheit aufweisen, erlaubt. Die Entscheidung zur Behandlung mit Kexxtone® trifft der praktizierende Tierarzt sorgsam und nach verantwortungsbewusster Prüfung aller Fakten zur individuellen Gefährdungslage.

Ein besonderes Missbrauchspotential wird vom BVL nicht gesehen. Kexxtone® ist verschreibungspflichtig und eine Umwidmung auf andere Tiere als Milchkühe ist durch die Anwendungsgebiete und Gegenanzeigen ausgeschlossen. Die Bewertung der gesundheitlichen Risiken für den Verbraucher und die Umwelt ergaben keine toxikologische Gefährdung. Die Wartezeit wurde mit 0 Tagen festgesetzt. Darüber hinaus unterliegt Kexxtone® wie alle Arzneimittel der regelmäßigen Überwachung durch das Pharmakovigilanzsystem nach der Zulassung.

Ausgabejahr
2013
Erscheinungsdatum
02.09.2013

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