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Schockreaktionen nach intravenösen Polymyxin-B-Gaben beim Pferd

Dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) liegen zwei Meldungen über anaphylaktische Reaktionen bei Pferden nach intravenöser Gabe von Polymyxin B vor

Für die Endotoxinbindung bei Pferden gibt es derzeit kein zugelassenes Arzneimittel. Laut Literatur wird die intravenöse Applikation geringer Dosen von Polymyxin B beim Pferd zur Bindung von Endotoxinen bei Koliken empfohlen. Da es für die intravenöse Anwendung beim Pferd keine zugelassen Tierarzneimittel mit Polymyxin B gibt, ist davon auszugehen, dass Polymyxin B zu diesem Zweck umgewidmet wird. In den gemeldeten Fällen wurde ein Arzneimittel für den Humangebrauch über eine Apotheke bezogen und umgewidmet. Es ist davon auszugehen, dass Polymyxin B häufiger zu diesem Zweck eingesetzt wird.

Die behandelten Pferde zeigten Zittern und eine Beschleunigung des Herzschlages. Eines der Pferde brach zusammen. Nach Behandlung mit einem Antiallergikum erholten sich beide Tiere wieder.

Auf das Potential von Polymyxin B, in seltenen Fällen beim Menschen Schockreaktionen auszulösen, wird in der humanmedizinischen Literatur hingewiesen.

Ausgabejahr
2013
Erscheinungsdatum
02.09.2013

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