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Gefährden Tierarzneimittel unsere Umwelt?

Am 4. und 5. Dezember 2013 fand in Berlin ein internationaler Workshop zum Thema Risikobewertung und Risikomanagement von Umweltproblemen durch Tierarzneimittel statt.
Organisiert wurde dieser Workshop vom Umweltbundesamt (UBA) unterstützt durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). In drei Gruppen wurde rund um das Thema diskutiert; die Ergebnisse wurden zusammenfassend im Deutschen Tierärzteblatt veröffentlicht.

Pharmakologisch wirksame Stoffe werden seit 2005 bei ihrer Zulassung auf ihren Einfluss auf die Umwelt hin untersucht und bewertet. Die Öko-Pharmakovigilanz beschäftigt sich mit diesen Einflüssen und deren Überwachung nach der Zulassung.

Grundsätzlich weisen die Daten aus dem Spontanmeldesystem der Pharmakovigilanz nicht auf eine Gefährdung der Umwelt durch Tierarzneimittel hin. Andererseits liegen nur sehr wenige Daten für die Auswertung vor. Oft ist es bei ökologischen Schäden für den behandelnden Tierarzt oder den Tierbesitzer/Landwirt schwer einen kausalen Zusammenhang mit der Anwendung von Tierarzneimitteln herzustellen. Beim therapeutischen Einsatz sollte insbesondere in Bereichen, in denen ganze Herden behandelt werden, aufmerksam auf Veränderungen in der Umwelt geachtet werden. Diese Veränderungen treten nicht immer unbedingt an Tieren auf sondern können auch an Pflanzen oder Gewässern beobachtet werden.

Auch im Rahmen des Produktionsprozesses sowie bei der Entsorgung benutzter Verpackungen oder unbenutzter Medikamentenreste können Tierarzneimittel Einfluss auf die Umwelt nehmen. Die Entsorgungshinweise in der Packungsbeilage sollen daher immer gelesen und beachtet werden.

Umweltrelevante Probleme bei der Anwendung zugelassener Tierarzneimittel sollen über das Pharmokovigilanzsystem gemeldet und erfasst werden, denn das Meldeformular, mit dem unerwünschte Arzneimittelwirkungen gemeldet werden können, beinhaltet auch die Rubrik „Umweltprobleme melden“. Diese Funktion wird jedoch nicht ausreichend genutzt. Deshalb ist es dringend erforderlich, die Tierärzte um die Meldung zu Fällen vermuteter Umweltproblematiken zu bitten, wenn ein Tierarzneimittel oder eine Substanz aus einem Tierarzneimittel in Verdacht steht bei bestimmungsgemäßem Gebrauch einen negativen Einfluss auf die Umwelt zu haben.

Ausgabejahr
2014
Erscheinungsdatum
04.03.2014

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