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Nur eine Frage des Geschmacks?

Von guten Dingen bekommt man bekanntlich nie genug. Es stellt sich die Frage, ob es Tiere gibt, die aufgrund des attraktiven Geschmacks oder Geruchs aromatisierte Arzneimittel sozusagen in „Selbstmedikation“ überdosiert zu sich nehmen.

Die akzidentelle, selbst verursachte Überdosierung bei aromatisierten Tierarzneimitteln ist ein bislang zu wenig beachtetes Problem. Die Gefahren sowohl für den Patienten als auch für andere im Haushalt lebende Tiere werden häufig unterschätzt, wie eine Auswertung von 17 Berichten über die Unbedenklichkeit von Arzneimitteln (PSUR) zu fünf Tierarzneimitteln in verschiedenen Stärken ergab.

Aromaten finden in der Medizin sowohl als arzneilich wirksame Substanzen wie auch wegen ihrer geringen Reaktivität als Hilfsstoffe Verwendung. Sie verbessern als Geschmacksstoffe die Akzeptanz der Arzneimittelaufnahme bei Tieren und leisten demzufolge bei einigen Patienten, insbesondere bei einer Langzeitbehandlung, einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Therapie. Dennoch birgt der Einsatz von aromatisierten Arzneimitteln auch eine potenzielle Gefahr der Überdosierung, wie in der vorliegenden Auswertung von PSUR reports gezeigt werden konnte. Der Vorteil der aromatisierten Version eines Arzneimittels ist dabei gegen die eventuellen zusätzlichen Gefahren dieser Formulierung abzuwägen, insbesondere wenn in dem betreffenden Haushalt weitere Tiere gehalten werden.

Ausgabejahr
2014
Erscheinungsdatum
09.09.2014

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