Navigation und Service

Hintergrundinformation: Belastung von Eiern mit Dioxinen

Eier aus Freilandhaltung und intensiver Bodenhaltung müssen seit 1. Januar 2005 EU-Höchstgehalt für Dioxine einhalten

Rechtsgrundlage Die EG-Verordnung Nr. 2375/2001 zur Festsetzung der Höchstgehalte für Dioxine (PCDD/F) in Lebensmitteln sieht für Hühnereier und Eiprodukte einen Höchstgehalt von 3 Pikogramm(1) WHO-PCDD/F-TEQ/g Fett vor. Die Höchstgehalte gelten seit dem 1. Juli 2002, ausgenommen für Eier, die aus Freilandhaltung und intensiver Auslaufhaltung stammen. Für diese Eier gilt der Höchstgehalt gemäß EG-Änderungsverordnung vom April erst ab dem 1. Januar 2005. Die von vorneherein vorgesehene Übergangsfrist wurde von den EU-Verordnungsgeber wie folgt begründet:

„Die Überwachungsdaten lassen erkennen, dass Eier aus Freilandhaltung und aus intensiver Auslaufhaltung mehr Dioxin enthalten als solche aus Batteriehaltung. Es können Maßnahmen getroffen werden, um sicherzustellen, dass der Dioxinanteil in diesen Eiern verringert wird. Daher sollte eine Übergangszeit festgesetzt werden, bevor die Höchstgehalte auf Eier aus Freilandhaltung und aus intensiver Auslaufhaltung angewandt werden“.

Ferner hat die Europäische Kommission am 4. März 2002 die Empfehlung 2002/201/EG zur Reduzierung des Anteils von Dioxinen, Furanen und PCB in Futtermitteln und Lebensmitteln erlassen. Der Anhang der Empfehlung nennt Auslösewerte für die Dioxinkonzentration in Lebensmitteln und Futtermitteln. Auslösewerte sind Werte, um Fälle zu definieren, in denen die zuständige Behörde Ermittlungen zur Untersuchung der Kontaminationsquelle und weitergehende Maßnahmen zur Reduzierung des Dioxineintrags einleiten sollen. Für Hühnereier, auch aus Freiland- und intensiver Auslaufhaltung, sowie Eiprodukte liegt der empfohlene Auslösewert für Dioxine bei 2 Pikogramm (pg) WHO-PCDD/F-TEQ/g Fett. Datenlage In einem Bericht der Vorgängerbehörde des BVL, dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV), aus dem Jahr 2001 an das Bundesumweltministerium zu Dioxingehalten in Eiern aus den Jahren 1993 bis 2000 wurden 475 Proben aus verschiedenen Untersuchungsprogrammen der Länder erfasst.

Bei Käfighaltung lag die mittlere Konzentration um 1 pg/g Fett. Bei Boden- und Freilandhaltung waren die Gehalte um ca. den Faktor 1,5 bis 2 höher. Das BgVV wies schon 2001 darauf hin, dass neuere Daten auf niedrigere Konzentrationen hindeuten würden, was inzwischen anhand neuerer Messergebnisse bestätigt wurde.

(1) 1 Pikogramm (pg) = 1 Billionstel Gramm
Ausgabejahr
2005
Erscheinungsdatum
17.01.2005
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle • Mauerstraße 39-42 • 10117 Berlin
Telefon: 030/18444-00211 • Telefax: 030/18444-00209
E-Mail: pressestelle@bvl.bund.de • www.bvl.bund.de
Pressesprecherin
Nina Banspach (V.i.S.d.P.)

Mit zwei Klicks zu mehr Sicherheit. Erst nach Aktivierung des Schiebereglers wird das Element aktiviert. Datenschutzrechtlicher Hinweis: Durch Betätigen dieses externen Links verlassen Sie die Webseiten des BVL. Auf den Inhalt der nachfolgenden Website haben wir keinen Einfluss, insb. nicht auf den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung, die Sie hier finden können.


© 2018 Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit