Navigation und Service

Französischer Weichkäse mit gesundheitsgefährdenden Bakterien verunreinigt

Französische Molkerei Val d’ Ay warnt die Öffentlichkeit vor dem Verzehr ihrer Produkte

In aus Rohmilch hergestelltem französischem Camembert und Coulommiers-Weichkäse wurden EHEC-Kolibakterien festgestellt, von denen ein hohes gesundheitliches Risiko ausgeht. Dies wurde dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel in der vergangenen Nacht mitgeteilt. Nach Informationen des Herstellers werden die Produkte der „Laiterie du Val d’ Ay“ auch in Deutschland vertrieben. Der Hersteller hat aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes alle Produkte aus Betrieben mit der auf der Verpackung angegebenen ovalen Kontrollnummer 50.267.01 zurück gerufen und warnt vor deren Verzehr. Es handelt sich um Käse der Marken Reo, Reaux, Laiterie du Val d’ Ay, Le Gaslonde sowie weitere Produkte mit der genannten Veterinärkontrollnummer. Betroffen ist auch als „Beurre cru“ etikettierte Butter der Marke „Le Gaslonde“. Nach Informationen der französischen Molkerei sind Beschicker von Wochenmärkten in Baden-Württemberg und dem Saarland betroffen sowie ein Einzelhandelsgeschäft in Bad Tölz. Die zuständigen Behörden der Lebensmittelüberwachung in den Bundesländern wurden vom BVL informiert.

 

Durch die im Käse enthaltenen EHEC-Erreger kann es zu Magen-Darm-Störungen, blutigen Durchfällen und ggf. Fieber kommen. Es besteht das Risiko eines akuten Nierenversagens (Hämolytisch-urämisches Syndrom). Besonders für Kinder, Alte und Personen deren Immunsystem geschwächt ist, geht von dem Erreger ein erhöhtes gesundheitliches Risiko aus. In Frankreich sind nach vorläufigen Informationen durch den Verzehr des Käses bereits vier Personen erkrankt.Verbraucher, die Produkte der genannten Molkerei bereits verzehrt haben, sollten beim Auftreten erster Symptome umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Ausgabejahr
2005
Erscheinungsdatum
17.12.2005
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle • Mauerstraße 39-42 • 10117 Berlin
Telefon: 030/18444-00211 • Telefax: 030/18444-00209
E-Mail: pressestelle@bvl.bund.de • www.bvl.bund.de
Pressesprecherin
Nina Banspach (V.i.S.d.P.)

Mit zwei Klicks zu mehr Sicherheit. Erst nach Aktivierung des Schiebereglers wird das Element aktiviert. Datenschutzrechtlicher Hinweis: Durch Betätigen dieses externen Links verlassen Sie die Webseiten des BVL. Auf den Inhalt der nachfolgenden Website haben wir keinen Einfluss, insb. nicht auf den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung, die Sie hier finden können.


© 2018 Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit