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Unerwünschte Wirkungen des Nahrungsergänzungsmittels Hydroxycut

Die im Internet vertriebenen Produkte können die Leber schädigen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weist darauf hin, dass die Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels Hydroxycut schwere Leberschädigungen verursachen kann. Wie einer Veröffentlichung Finnlands zu entnehmen ist, wird das Erzeugnis unter den Markennamen „Iovate“ und „Muscle Tech“ von dem Unternehmen Iovate Health Sciences in Oakville, Ontario, hergestellt. Die Produkte werden durch das Unternehmen Iovate Health Sciences, USA Inc., vertrieben. In Finnland werden die Erzeugnisse über Online Shops angeboten und als Produkte gepriesen, die die Fettverbrennung steigern sollen.

 

Sofern typische Symptome einer Leberschädigung beobachtet werden, wie Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Ermüdungserscheinungen, dunkler Urin oder Ikterus (Gelbsucht), sollten die Betroffenen einen Arzt aufsuchen.

 

In einer Warnmeldung des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel und Futtermittel haben die zuständigen Behörden aus Finnland über einen Fall von diagnostizierter Leberschädigung informiert, der mit der Einnahme des oben genannten Nahrungsergänzungsmittels in Verbindung gebracht wird. Die finnischen Behörden raten den Verbrauchern von der Einnahme dieses Produktes ab und empfehlen, es an die Bezugsquelle zurückzugeben. Einige Anbieter, mit denen die finnischen Behörden in Kontakt stehen, haben die Erzeugnisse vorsorglich vom Markt genommen und wollen die Kunden darüber informieren. Ein schwedischer Online Shop ist ebenfalls betroffen. In Deutschland sind die Länder für die Durchführung der amtlichen Lebensmittelüberwachung zuständig. Sie sind ebenfalls in das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel einbezogen.

 

Bereits am 1. Mai veröffentlichte die US-amerikanische Lebensmittelsicherheitsbehörde U.S. Food and Drug Administration (FDA) auf ihrer Internetseite eine Warnung (http://www.fda.gov/Safety/Recalls/ucm145164.htm), in der sie dringend darum bat, die Anwendung von 14 aufgeführten Hydroxycut-Produkten sofort abzubrechen. Diese stehen im Verdacht, bei einigen Patienten ernsthafte Leberschäden verursacht zu haben.

 

Genaue Angaben zu der Zusammensetzung der Produkte fehlen. Es ist aber bekannt, dass sie eine Vielzahl von Inhaltsstoffen enthalten. Da die Rezeptur der Erzeugnisse etliche Male geändert wurde, ist es bis jetzt noch nicht gelungen, die Ursache für die Leberschäden zu ermitteln.

Ausgabejahr
2009
Erscheinungsdatum
09.06.2009
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle • Mauerstraße 39-42 • 10117 Berlin
Telefon: 030/18444-00211 • Telefax: 030/18444-00209
E-Mail: pressestelle@bvl.bund.de • www.bvl.bund.de
Pressesprecherin
Nina Banspach (V.i.S.d.P.)

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