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Task Force beim BVL sucht nach Quelle des EHEC-Ausbruchs

Experten bringen epidemiologische Erkenntnisse und Warenströme zusammen

Um der Quelle des EHEC-Ausbruchs auf die Spur zu kommen, arbeiten Ministerien und Behörden des Bundes und der Länder auf verschiedenen Ebenen seit Tagen eng zusammen. Vor dem Hintergrund der großen Datenlage haben sich Bund und Länder entschieden, einen neuen epidemiologischen Ansatz zu verfolgen. Dazu wurde beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin am vergangenen Freitag eine Task Force eingerichtet, in der Experten aller beteiligten Behörden auch räumlich zusammenarbeiten.

Der erste Arbeitsauftrag der Task Force bestand darin, strategische Lösungsansätze für verschiedene Arbeitspakete zu entwickeln und diese Lösungsansätze zu verfolgen. Die Task Force konzentriert sich nun auf die Untersuchung mehrerer Cluster, wie die Erkrankungen im Umfeld eines Lübecker Restaurants oder den Aufenthalt einer ausländischen Reisegruppe in Norddeutschland, die auf der Basis von Patientenbefragungen und Daten des Robert Koch-Instituts ermittelt wurden. Für die Cluster haben das BVL und die Bundesländer gemeinsam Warenströme der gelieferten und verzehrten Waren erstellt. So können Knotenpunkte erkannt werden, die mit dem Ausbruchsgeschehen in Zusammenhang stehen. Stündlich kommen mehr Einzeldaten zusammen – sowohl auf der medizinischen Seite als auch bei den Lebensmittelbehörden der Länder. Die Experten stehen vor der Herausforderung, die vielen Mosaiksteine, die vor ihnen liegen, zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.

Auch wenn derzeit Indizien auf Sprossen aus dem Raum Uelzen als mögliche Ursache hindeuten, gibt es dafür noch keine Beweise. Solange die Quelle der Epidemie nicht einwandfrei feststeht, wird die Task Force ergebnisoffen allen möglichen Ursachen nachgehen.

Die Task Force setzt sich aus Experten des BVL, des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Robert Koch-Instituts sowie aus Vertretern der Bundesländer Bayern, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Andere Bundesländer stehen auf Abruf, um die Task Force zu unterstützen. Unterstützung erhält die Task Force auch durch Mitarbeiter der Europäischen Behörde für die Lebensmittelsicherheit (EFSA) und der EU-Kommission.

Der Beschluss, die Task Force ins Leben zu rufen, fiel auf einer Telefonkonferenz der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz. Die Task Force kann mit Zustimmung der Länder direkt auf die Behörden vor Ort zugreifen, um so schnell an benötigte Informationen zu kommen. Durch die Ansiedlung der Task Force beim Lagezentrum des BVL ist auch der direkte Kontakt zum Europäischen Schnellwarnsystem RASFF und den damit verbundenen Informationswegen sichergestellt.

Das BVL hat in der Kommunikation zwischen Ländern und Bund in Sachen EHEC von Anfang an eine tragende Rolle gespielt. Über ein BVL-Internetportal werden die Ermittlungs- und Probenergebnisse der Länder ausgetauscht. Als nationale Kontaktstelle für das Europäische Schnellwarnsystem RASFF informiert das BVL die EU-Kommission über die aktuellen Erkenntnisse. Mitarbeiter des BVL helfen auch den Behörden vor Ort bei ihren Ermittlungen. Außerdem unterstützt das BVL den gemeinsamen Krisenstab des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und des Bundesgesundheitsministeriums, an dem auch das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Robert Koch-Institut beteiligt sind. Täglich gibt es Telefonkonferenzen und Treffen der beteiligten Behörden und Ministerien sowohl mit den Bundesländern als auch mit der EU-Kommission.

Weitere Informationen zur Task Force EHEC.

Weitere Informationen zur Infektion mit EHEC.

Ausgabejahr
2011
Erscheinungsdatum
07.06.2011
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle • Mauerstraße 39-42 • 10117 Berlin
Telefon: 030/18444-00211 • Telefax: 030/18444-00209
E-Mail: pressestelle@bvl.bund.de • www.bvl.bund.de
Pressesprecherin
Nina Banspach (V.i.S.d.P.)

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