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Bienensterben durch insektizide Saatgutbehandlungsmittel

Das Bienensterben, das sich in diesem Jahr in Süddeutschland durch insektizide Saatgutbehandlungsmittel ereignet hat, beschäftigt das BVL weiterhin.

Die Ursache für das im Frühjahr aufgetretene Bienesterben ist zwar weitgehend geklärt: Auslöser waren Partien von Insektizid-behandeltem Maissaatgut, die Qualitätsmängel in Hinsicht auf den Staubgehalt und die Abriebfestigkeit aufwiesen. Auch ist nun klar, dass es sich um ein spezifisches Problem bei Maissaatgut und der bei der Maisaussaat verwendeten Geräte handelt, das sich nicht auf andere Saaten übertragen lässt. Deshalb hat das BVL das vorsorglich angeordnete Ruhen der Zulassungen von Rapsbehandlungsmitteln – unter Erteilung von Anwendungsbestimmungen – wieder aufgehoben. Bisher nicht gelöst ist jedoch die Frage, mit welchen Managementmaßnahmen die erforderliche Sicherheit bei der Behandlung und Aussaat von Maissaatgut erreicht werden kann. Das BVL setzt sich intensiv mit diesem Problem auseinander und wird voraussichtlich im Herbst über eine fundierte Entscheidungsgrundlage für weitere Maßnahmen verfügen. Bis dahin besteht für die Mittel zur Behandlung von Maissaatgut das Ruhen der Zulassung fort.

In einer Hintergrundinformation hat das BVL den aktuellen Sachstand zusammengefasst und die Fragen beantwortet, die in der letzten Zeit häufig zu dem Thema gestellt wurden. Überdies hatte das BVL am 15. Juli zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, an der neben den Behörden BVL und JKI auch Vertreter des Deutschen Imkerbundes, des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes, der Bieneninstitute der Länder sowie Vertreter des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter, der Rapszüchter und der landwirtschaftlichen Praxis teilgenommen haben. Von den Teilnehmern wurde die Begründung für die Entscheidung des BVL, das Ruhen der Zulassungen für Rapsbehandlungsmittel aufzuheben, nachvollzogen und akzeptiert. Es wurde vereinbart, zukünftig die Zusammenarbeit zwischen den Imkern und der landwirtschaftlichen Praxis zu intensivieren und die Kommunikation auszubauen. Das BVL ist weiterhin auch über diesen Kreis hinaus zu Gesprächen bereit.

Ausgabejahr
2008
Erscheinungsdatum
16.07.2008
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle • Mauerstraße 39-42 • 10117 Berlin
Telefon: 030/18444-00211 • Telefax: 030/18444-00209
E-Mail: pressestelle@bvl.bund.de • www.bvl.bund.de
Pressesprecherin
Nina Banspach (V.i.S.d.P.)

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