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Chronologie des BVL zu Dioxin und Pentachlorphenol in Guarkernmehl

Stand: 14.08.2007, 13:03 Uhr, Anlassbezogene Aktualisierung

DatumEreignisse
24.07.07

Die EU-Kommission übersendet über das Schnellwarnsystem RASFF eine Vorabmitteilung über Dioxine und Pentachlorphenol (PCP) in Guarkernmehl aus Indien via die Schweiz. Es handelt sich um eine betriebliche Eigenkontrolle desImporteurs, Fa. Unipektin AG in der Schweiz (Wurde bereits in der Schweizer Tagespresse benannt).

Die Analysenergebnisse liegen bei 406 pg/g Dioxin TEQ und 4 mg/kg PCP.

Es war ein freiwilliger Rückruf bei den Kunden erfolgt und vorhandene Mischungen waren gesperrt worden. Eine Verteilung betroffener Ware erfolgte nach Deutschland (8 Bundesländer insgesamt 14 Betriebe), Österreich, Tschechische Republik, Frankreich, Finnland, Vereinigtes Königreich, Polen, Spanien, Türkei und Australien. Hersteller ist die Firma India Glycols Ltd in Indien (Wurde bereits in der Schweizer Tagespresse benannt). Weiterleitung der Mitteilung sowie einer Vertriebsliste vom BVL an die obersten Landesbehörden und Bundesbehörden als Grundlage für die Ermittlungen vor Ort. In Deutschland und den anderen Mitgliedstaaten der EU läuft die Rückverfolgung betroffener Chargen Guarkernmehl sowie von Zwischen- und Endprodukten an, die unter Verwendung des Guarkernmehls hergestellt wurden.  

 

 

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25.07.07

Die Vorabmitteilung vom 24.07.07 wird als Alert-Meldung 2007/0499 in das Schnellwarnsystem eingestellt. Die EU-Kommission bittet die Schweiz um genaue Angaben zu den gelieferten Mengen.

 

 

26.07.07

 

 

Erste Ermittlungsergebnisse aus  Deutschland über einen Hersteller eines Zwischenprodukts (Fruchtzubereitung). Die betroffenen Kunden der Firma waren bereits informiert worden und waren gebeten worden die bereits ausgelieferten Partien zu sperren. Die betroffenen Chargen, die sich noch in der Firma befinden, wurden ebenfalls gesperrt. Die Überwachung des Rückrufs erfolgt durch die zuständigen Behörden. Zusätzlich werden amtliche Proben genommen, die auf Dioxin und PCP untersucht werden.

 

 

 

Die zuständigen Behörden in der Schweiz übermitteln Analysenergebnisse weiterer Chargen Guarkernmehl die nicht so stark kontaminiert sind (zwischen 12  pg/g und 156 pg/g Dioxin), wie die in der Ursprungsmeldung erwähnten Chargen.

Ermittlungsergebnisse aus der Schweiz: Die Schweizer Firma Unipektin hat von Ihrem indischen Lieferanten „India Glykols“ erfahren, dass depolymerisiertes Guar von Indien direkt auch nach Spanien und Deutschland geliefert wurden, die genauen Vertriebswege sind bisher nicht bekannt.

 

 

 

 

30.07.07.

Die EU-Kommission übermittelt aus der Schweiz eine Kundenliste, in der für Deutschland Betriebe aus 14 Bundesländern mit den Lieferdaten aufgeführt sind. Die Firma Unipektin hatte alle in der Liste aufgeführten Kunden mit einem Schreiben informiert. Das BVL leitet die Liste an die Lebensmittel-überwachungsbehörden über das Schnellwarnsystem weiter.

 

 

 

31.07.07.

Ermittlungsergebnisse aus der Schweiz: Eine weitere Firma in der Schweiz, die von der Firma Unipektin beliefert wurde, hat 2 Empfänger in Liechtenstein und Polen mit kontaminiertem Guarkernmehl beliefert.

 

Die EU-Kommission hat die indischen Behörden gebeten, Details zu den Empfängern kontaminierter Ware in Deutschland und Spanien mitzuteilen und wird diese weiterleiten, sobald sie vorliegen. Bis zum Vorliegen dieser Informationen werden die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden in Deutschland und Spanien gebeten, die Direktimporte von Indien zu ermitteln.

 

 

Das BVL bittet die Zentralstelle Risikoanalyse des Zolls um eine Abfrage des Zollinformationssystems ATLAS bezüglich Einfuhren von Guarkernmehl des KN-Codes 1302 32 90 aus Indien im Zeitraum Januar 2007 bis heute.

 

 

01.08.2007

Mitteilung aus Irland über den Rückruf von Joghurterzeugnissen, die unter Verwendung von Fruchtzubereitung hergestellt worden waren. Die Fruchtzubereitungen waren unter Verwendung von kontaminiertem Guarkernmehl hergestellt worden.

 

02.08.2007

Mitteilung der EU-Kommission an die Mitgliedstaaten. Alle Chargen der Firma India Glycols Ltd. sind zu sperren, zu beproben und auf Pentachlorphenol und Dioxine zu untersuchen. Ebenso sind Chargen Guarkernmehl anderer Hersteller aus Indien zu beproben und zu untersuchen.

Die Zentralstelle Risikoanalyse des Zolls übermittelt eine Aufstellung der Einfuhren von Guarkernmehl nach Deutschland im Zeitraum Januar 2007 bis  heute. Das BVL übermittelt die Aufstellung an die Lebensmittelüberwachungs-behörden der Länder zur weiteren Rückverfolgung der Chargen.

Folgemeldung aus Deutschland mit weiteren Eigenkontrolluntersuchungen einer Lieferung Guarkernmehl von der Firma Unipektin.
Die Analyse hat teilweise eine hohe Belastung mit Dioxin (max. 738 pg/g und Pentachlorphenol (max. 80,1 mg/kg) ergeben. Die Sperrung des Bestandes an Rohware und Zwischenprodukten in dem betroffenen Betrieb war durchgeführt worden. Der Rückruf  bereits ausgelieferter Zwischenprodukte erfolgte durch den Hersteller.

 

 

 

03.08.07

Bund-Länder-Telefonkonferenz  zur Aktualisierung des Sachstands und Koordination der erforderlichen amtlichen Überwachungsmaßnahmen.

Zwischen den zuständigen Bundesbehörden und den Bundesländern wurde vereinbart, das Fachinformationssystem (FIS-VL) für den Austausch von Daten und Informationen zu nutzen.

 

 

06.08.07

Folgemeldung aus Deutschland mit ersten amtlichen Analysenergebnissen zu Dioxin und PCP in Guarkernmehl. Die Ergebnisse der Eigenkontroll-untersuchungen werden grundsätzlich bestätigt. Der Rückruf der betroffenen Chargen durch den Hersteller wurde bereits am 26.07.07 gemeldet.

 

07.08.07

Folgemeldung aus dem Vereinigten Königreich über einen Direktvertrieb von der Schweiz nach Japan.

Folgemeldung aus Luxemburg: Rückruf eines Milchmixgetränks, das unter Verwendung von Fruchtzubereitung herstellt worden war. Die Frucht-zubereitung war unter Verwendung von möglicherweise kontaminiertem Guarkernmehl hergestellt wordenFolgemeldung aus der Schweiz über 2 weitere Betriebe, die möglicherweise belastetes Guarkernmehl von der Firma Unipektin in die EU geliefert hatten.

 

08.08.07

Folgemitteilung aus der Schweiz. Die zuständigen Behörden in der Schweiz übermitteln mehrere Exportstatistiken für Direktlieferungen von Guarkernmehl der Firma India Glycols nach Spanien, Deutschland und in die Schweiz. Die EU-Mitgliedstaaten werden von der EU-Kommission gebeten, Aufzeichnungen der Zollbehörden für die Ermittlung von Direktimporten aus Indien in die EU zu nutzen.

Die EU-Kommission hat die Schweiz gebeten, Informationen über Zwischen- und Endprodukte, die kontaminiertes Guarkernmehl enthalten und von Schweizer Firmen vertrieben werden, zur Verfügung zu stellen.

 

 

09.08.07

Folgemitteilung aus Ungarn über amtliche Maßnahmen, die durch den obersten Veterinär angeordnet wurden. Es wurde eine Pressemitteilung  zur Information der Verbraucher und der Wirtschaftsbeteiligten erstellt.

Folgemitteilung aus Deutschland über den Rückruf von Fruchtjoghurt, der auch nach Luxemburg, der Slowakei und Österreich geliefert worden war.

10.08.07

Folgemmitteilung aus Ungarn über den Rückruf eines Fruchtjoghurts, der unter  Verwendung von kontaminierter Fruchtzubereitung hergestellt worden war.

 

Folgemeldung aus Deutschland über den Rückruf von Fruchtzubereitungen.

13.08.07

Folgemitteilung aus Deutschland über den Rückruf eines Fruchtjoghurts, der auch nach Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei geliefert worden war.

 

 

 

Ausgabejahr
2007
Erscheinungsdatum
14.08.2007 13:03 Uhr
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Pressestelle • Mauerstraße 39-42 • 10117 Berlin
Telefon: 030/18444-00211 • Telefax: 030/18444-00209
E-Mail: pressestelle@bvl.bund.de • www.bvl.bund.de
Pressesprecherin
Nina Banspach (V.i.S.d.P.)

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