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Welche zusätzlichen Nebenwirkungen können Tierarzneimittel noch auslösen?


Verbraucheranfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe meiner Hündin ein Mittel gegen Parasiten verabreicht. Nach ca. 15 Tage ging es meiner Hündin plötzlich sehr schlecht. Sie war orientierungslos, verwirrt, zitterte am ganzen Körper und war ängstlich. Nach Untersuchung hatte sie sehr schlechte Leber- und Nierenwerte, auch die Bauspeicheldrüsenwerte waren hoch. Zwischenzeitlich bin ich darauf aufmerksam geworden, dass das Mittel ein Nervengift enthält, welches diese Symptome auslösen kann.
Sollte nicht wenigstens in den Nebenwirkungen ein solcher Hinweis aufgelistet werden? (11.02.2016)


Antwort des BVL:

Auch bei größter Sorgfalt in der Therapie lässt sich das Auftreten von unerwünschten Arzneimittelwirkungen nicht immer vermeiden. Risiken und Nebenwirkungen werden oft erst nach der Zulassung sichtbar, wenn das Arzneimittel bei vielen Tieren unter unterschiedlichen Bedingungen angewendet wird.

Die Sammlung und Auswertung von Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) erfolgt im BVL und stellt ein wichtiges Instrument zur Überwachung der Qualität, Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln dar. Ein gutes Pharmaüberwachungssystem (Pharmakovigilanz) gewährleistet die Entdeckung von unbekannten Nebenwirkungen und erweitert bzw. vertieft das Wissen über bereits bekannte Nebenwirkungen. Die Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen unterstützt die Überwachung der Sicherheit von Tierarzneimitteln nach ihrer Zulassung.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen sollen gemeldet werden, auch wenn ein Zusammenhang mit der Anwendung eines oder mehrerer Präparate nur vermutet wird. Auf unserer Webseite

www.bvl.bund.de/uaw

erhalten Sie dazu nähere Informationen und auch das Formular zur Meldung einer Nebenwirkung für Tierhalter. Bitte füllen Sie das "Formular zur Meldung einer Nebenwirkung (Tierhalter)" aus, dass Ihnen auf der Webseite als PDF-Dokument zum Download zur Verfügung steht und senden es an das BVL.

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