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Akkreditierung und Qualitätssicherung

Die Implementierung von (Qualitäts-)Managementsystemen ist ein bewährtes Mittel um Arbeitsabläufe transparent zu machen, reproduzierbar zu gestalten, kontinuierlich zu verbessern, Fehler zu vermeiden und durch Akkreditierung nach einem international anerkannten System auch international akzeptierte Ergebnisse zu liefern.

Entsprechend der Bedeutung der amtlichen Rückstandskontrolle im Lebensmittelbereich wurden z. B. bereits in Richtlinie 93/99/EG des Rates vom 26. April 1993, Artikel 3, die in diesem Bereich tätigen Laboratorien zur Etablierung eines Qualitätssicherungssystems verpflichtet. Die Entscheidung der Kommission 98/179/EG vom 23. Februar 1998 mit Durchführungsvorschriften für die amtliche Probenahme zur Kontrolle von lebenden Tieren und tierischen Erzeugnissen auf bestimmte Stoffe und Rückstände, hat diese Forderung präzisiert, indem sie den in der amtlichen Rückstandsüberwachung tätigen Laboratorien vorschrieb, bis zum 01. Januar 2002 eine Akkreditierung nach einem international anerkannten Qualitätskontrollsystem nachzuweisen. Mit der Kontrollverordnung VO (EG) Nr. 882/2004 wurde diese Verpflichtung zur Akkreditierung für alle in der Lebensmittelüberwachung arbeitenden Laboratorien fortgeschrieben.

Dementsprechend wurde bereits seit Mitte der 90er Jahre mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems begonnen, damals noch im EU- und nationalen Referenzlabor für Rückstände pharmakologisch wirksamer Stoffe (CRL/NRL) im Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV). Entsprechend des Stellenwertes eines Referenzlabors mit herausgehobener Position innerhalb des Netzwerks europäischer Rückstandskontrolllaboratorien wurde zunächst ein Qualitätsmanagementsystem auf der Grundlage der Europäischen Norm EN 45000 – ergänzt durch die OECD-GLP Elemente II, Nr. 2 und 7 – aufgebaut. Dieses System wurde nach einer Begehung durch die Vertreter der Staatlichen Akkreditierungsstelle Hannover (AKS) im Jahr 1999 erstmalig akkreditiert.

Basierend auf dieser Erstakkreditierung wurde das QM-System kontinuierlich weiterentwickelt und an die gestiegenen Anforderungen durch die Weiterentwicklung der relevanten Normen (DIN EN ISO/IEC 17025 von 2000 bzw. 2005) angepasst. Nach Auflösung des BgVV und Übernahme des CRL/NRL in das neu geschaffene BVL wurde der Laborbereich erweitert, neue Aufgaben kamen hinzu. Mit der Einbindung der neuen Aufgaben in das QM-System hat sich auch die technische Kompetenz des Laboratoriums weiterentwickelt, d.h. zusätzliche Prüfungen und Prüfungsarten wurden in die Akkreditierung mit einbezogen.

Die bis heute durchgeführte kontinuierliche Weiterentwicklung des QM-Systems spiegelt sich in der erfolgreichen Re-Akkreditierung 2009 wieder. Mit der Einbeziehung jetzt aller Laborbereiche in das QM-System sind die Voraussetzungen für die Erzielung einer höchstmöglichen Qualität der Prüfergebnisse, für deren Vergleichbarkeit und internationale Anerkennung geschaffen.


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